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10.12.2012
Smartphones im Unternehmen, Texte in Datenbanken und Musik durch Bewegung
CBC-Förderpreise für Abschluss-Arbeiten der Medieninformatik

Mobile Computer wie Smart-Phones oder Tablet-Computer finden sich inzwischen in großem Umfang auch im professionellen betrieblichen Einsatz. Begriffe wie „Bring Your Own Device (BYOD)“ beschreiben diesen Trend. Sensible Firmen-Informationen müssen auf solchen funkbasierten Geräten besonders gesichert werden. Eine durchgängige Absicherung des mobilen Systems und seiner Daten würde allerdings die Nutzung mobiler Geräte sehr erschweren und verteuern. Ideal wäre ein mobiler Computer, der Gefahrensituationen je nach Anwendung erkennt und die richtigen Sicherheitsmaßnahmen ergreift. Dafür hat Rafael Kobinski, Absolvent des Studiengangs Allgemeine Informatik, ein Konzept entwickelt. Mit seiner Diplomarbeit erreichte er den ersten Platz bei den Förderpreisen des „Cologne Broadcasting Center“ (CBC) und erhielt 1000 Euro. CBC betreut die Technik für die Kölner „RTL Group Deutschland“ und arbeitet seit Jahren eng mit dem Studienbereich Medieninformatik am Campus Gummersbach der Fachhochschule Köln zusammen. In einer Feierstunde im Gebäude der RTL-Group am Kölner Rheinufer überreichte Rüdiger Kupke, Bereichsleiter Systeme und Technologie bei CBC, die Urkunden und die Schecks. Übergeben wurden die Preise in „Europas modernster Sendeanstalt“, wie Kupke die neuen Gebäude auf dem Gelände der Köln-Messe bezeichnete. Er betonte, mit welcher Freude er die Studien „auf hohem technischen und theoretischen Niveau“ gelesen habe.

In seiner Studie empfiehlt Rafael Kobinski, verschiedene Komponenten des mobilen Netzwerks auf ein zentrales, nicht mobiles Computersystem zu verlagern, weil nur solche Systeme derzeit die erforderliche Rechnerleistung bieten können. Der Prüfer Prof. Dr. Stefan Karsch betonte in seiner Beurteilung der Arbeit deren „hohen Neuigkeitswert in einem hochaktuellen Bereich der mobile security". Kobinsky hat inzwischen ein Masterstudium an der RWTH Aachen begonnen.

Den zweiten Platz, dotiert mit 750 Euro, erreichte Christopher Messner aus Gummersbach mit einer Bachelorarbeit für das CBC. Er entwickelte am Beispiel eines Redaktionssystems Kriterien für die Übertragung von XML-Strukturen auf relationale Datenbanken. XML ist eine Auszeichnungssprache für Internettexte, die u.a. angibt, ob ein Wort in Fettdruck angezeigt werden soll. In diesem Fall ging es um einen microsoft-SQL-Server, für die Umsetzung der Daten gab es keine Vorbilder und keine Quellen in der Literatur. Deshalb erstellte Herr Messner selbst Kriterien dafür, wie die in Redaktionssystemen typischen XML- Strukturen auf relationale Strukturen abgebildet werden sollen. Nach Aussage des Unternehmens tragen diese Ergebnisse wesentlich zu der Entscheidung bei, ob die Migration vorgenommen werden soll.

Mit seiner Arbeit habe der Informatiker eindrucksvoll gezeigt, dass er eine anspruchsvolle Problem-stellung systematisch analysieren und daraus einen praxistauglichen Prototyp entwickeln kann, lobte der Prüfer Prof. Dr. Kristian Fischer, zweiter Prüfer war Dipl.-Ing. Karl Jost vom CBC.

Adrian Rennertz, Absolvent der Medieninformatik, hatte sich begeistert für die Idee, Musik allein aus Körperbewegungen zu erzeugen. Er meinte: „Wenn man zu Musik tanzen kann, sollte man auch durch Tanz Musik erzeugen können.“ Für die „Entwicklung eines Prototypen auf Basis von Kinect und Pure Data“ erhielt er den dritten Preis und 500 Euro. Rennertz benutzte die Kinect, einen kleinen Sensor, der Köperbewegungen dreidimensional erfasst. Durch Heben des Armes kann man zum Beispiel die Tonhöhe variieren, durch schnelles Auf- und Abbewegen einen Rhythmus erzeugen.

Das entstandene Instrument hat Rennertz sowohl im Selbstversuch erprobt als auch von einer kleinen Nutzergruppe testen und bewerten lassen. Der Prüfer, Prof. Dr. Wolfgang Konen, hob hervor, dass Herr Rennertz diese Aufgabe mit hervorragendem Engagement und großer Eigenständigkeit angegangen war. Er entwickelte mehrere Prototypen, seine Arbeit bietet zahlreiche Ansätze für mögliche Folgearbeiten und stellt damit eine wichtige Grundlage dar. Der Prüfer Prof. Konen hatte ebenso wie der Zweitprüfer Prof. Christian Noss die mündliche Prüfung mit der Note 1,0 bewertet. Inzwischen hat Rennertz einen Lehrauftrag am Campus Gummersbach der FH Köln, ist aber auch selbständig tätig.
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icon_datei Preisträger mit Urkunde (1,16 MB)
icon_datei Preisträger und Betreuer (1,48 MB)

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