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blank Multimedia für die Lehre, Datenstrom für das Handy und Skizzen in der Luft
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5.11.2009
Multimedia für die Lehre, Datenstrom für das Handy und Skizzen in der Luft
Zum fünften Mal vergab die Kölner RTL Group Deutschland GmbH drei Förderpreise für herausragende Abschluss-Arbeiten in der Medieninformatik am Campus Gummersbach der FH Köln. Der Bereichsleiter "Broadcasting", Bernd Höller, übergab die Schecks im Gesamtwert von 1500 Euro. RTL arbeitet schon seit mehreren Jahren mit dem Studienbereich Medieninformatik des Campus Gummersbach der FH Köln zusammen, meist über Praxissemester und Abschluss-Arbeiten von Studierenden.

Auf den ersten Platz (750 Euro) kam die Masterarbeit von Dirk Breuer aus Köln mit dem Titel "Konzeption, prototypische Realisierung und szenariobasierte Validierung einer dienstorientierten Multimedia-Architektur". Die im Institut für Informatik der FH Köln konzipierte »Cologne Service-Oriented Integrative Multimedia Architecture« (COSIMA) bietet neue Möglichkeiten für verteilte Multimedia-Anwendungen, also den Austausch von Daten, Bilder und Tönen zwischen Nutzern an verschiedenen Orten. Dieses System hat Herr Breuer optimiert und in einem praktischen Beispiel umgesetzt und getestet. Dabei ging es um eine Lehrveranstaltung in Köln, an der gleichzeitig Studierende in Gummersbach teilnahmen. Sie konnten dank des Systems nicht nur das Seminar verfolgen, sondern sich selbst mit Beiträgen und Fragen mündlich oder schriftlich beteiligen, außerdem wurden die entstandenen Beiträge im System direkt dokumentiert. Über diese praktische Anwendung hinaus hat der Masterabsolvent sich mit den Strukturen, Möglichkeiten und Grenzen von COSIMA eingehend beschäftigt und so Grundlagen für weitere geplante Arbeiten gelegt. Betreuer war Prof. Dr. Mario Winter.

Den zweiten Platz (500 Euro) ereichte Arthur Lepp aus Gummersbach mit seiner Bachelorarbeit "Dienstkomposition und Streaming auf mobilen Endgeräten mit Symbian OS". Bei dieser Arbeit ging es unter anderem darum, ein geeignetes Verfahren für die Übertragung von Daten auf ein Handy als "stream" zu entwickeln, bei dem verschiedene Funk-Dienste (die "Dienstkomposition") mit dem Stream zusammengefasst werden. Beim Stream sieht der Handybenutzer die Bilddaten, während er sie noch empfängt, im Gegensatz zum download, bei dem erst alle Daten heruntergeladen werden müssen, bevor ein Film zu sehen ist. Für die Kombination von Dienstkomposition und Streaming entwickelte Lepp eine Alternative für vorhandene, unzulängliche Programme, die "durch ihren Pragmatismus und kompetenten Umgang mit Systemdiensten" überzeugte, so Beurteiler Prof. Fischer. Die Arbeit zeige insgesamt für eine Bachelor-Thesis eine hervorragende technische und konzeptionelle Qualität. Der weitere Betreuer war Professor Dr. Hans Ludwig Stahl. Die Arbeit stellt einen wichtigen Baustein für den FH-Forschungsschwerpunkt "Business Transactions in mobile Environments" dar. In diesem Forschungsgebiet arbeiten außer Prof. Stahl noch weitere Professoren des Campus Gummersbach zusammen mit Unternehmen an sicheren und effizienten Verfahren für Geschäftsvorgänge aller Art mit mobilen Endgeräten wie Handys oder Notebooks.

Dritter Preisträger wurde Platz Patrick Tobias Fischer, er erhielt 250 Euro für seine Arbeit "Analyse und Entwicklung optischer Trackingverfahren für das dreidimensionale Skizzieren in der virtuellen Produktentwicklung". Zur Preisverleihung kam Fischer extra aus Schottland angereist, wo er an der Universität Glasgow ein Promotions-Stipendium erhalten hat. Die von RTL prämierte Arbeit erstellte der Medieninformatiker am Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik (IPK) in Berlin für eine CAVE -Umgebung. CAVE steht für "Cave Automatic Virtual Environment", übersetzt mit /Höhle mit automatisierter, virtueller Umwelt/. In einem würfelförmigen Raum kann der Nutzer mit einer elektronischen Brille projizierte Gegenstände dreidimensional wahrnehmen, um sie herumlaufen oder sie, z.B. mit einem elektronischen Handschuh, verändern. Fischers Thema beschäftigt sich speziell mit der Möglichkeit, mit einem elektronischen Stift freie, dreidimensionale Skizzen in der CAVE zu zeichnen. Dazu erwickelte er Optimierungsmöglichkeiten. Betreuer Prof. Dr. Wolfgang Konen lobte das hervorragende Engagement und die große Eigenständigkeit, mit der sein Masterstudent vorgegangen ist. Seine Kenntnisse und Fähigkeiten will Fischer auch einsetzen für künstlerische Veranstaltungen, die mit technischen Mitteln wie Projektion und Laser das Publikum in einer Stadt einbeziehen. Geplant ist eine interaktive Installation im Rahmen der "Kulturhauptstadt Essen" 2010.
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pfeil_grau Die Preisträger
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v.l.n.r.: Prof. Dr. Mario Winter, Prof.Dr. Kristian Fischer, Dirk Breuer, Prof. Dr. Wolfgang Konen, Arthur Lepp, Patrick Fischer, Bernd Höller (RTL)
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